Saturday, October 07, 2006

Erste Woche





Cheers!

An alle Mitglieder meines riesigen Freundeskreises: In naechster Zeit werde ich an dieser Stelle ein bisschen was von meinem England-Aufenthalt erzaehlen, der jetzt schon fast 2 Wochen dauert (und ich lebe immer noch). Wenn es Euch interessiert, wie ich mich so schlage bei (und mit) den Angelsachsen, dann schaut einfach rein. Sobald mir nichts mehr einfaellt, , oder ich dem Suff verfallen bin, endet dieser Blog wieder.

Alsdann,

Euer
Nathanael.

Erste Woche: 25. – 30. September 2006

So. Die erste Woche liegt schon hinter mir. Und es war alles gar nicht so schwierig wie befuerchtet. Ich gebe mal einen kurzen Rueckblick: Nach all dem Stress der Vorbereitungen und des Packens (vor allem des Fahrrads) hatte ich schon gedacht, es habe in letzter Minute doch noch alles geklappt, nachdem mein Bruder und ich am Montagabend beim Late-Night-Check-in in Stuttgart den Koffer und den Karton mit dem Fahrrad ohne jegliche Komplikationen abgegeben hatten. Was vermeintlich noch blieb: Heimfahren, ein bisschen schlafen, Rucksack schultern, zum Flughafen fahren, ganz entspannt rein in den Flieger, ohne irgendwelches Gepaeck schleppen zu muessen, und ab.
Aber nichts da! Abends um zehn wurde der Flug gestrichen, und entdeckt haben wir die Ungluecks-SMS von British Airways morgens um vier. Toller Start. Es blieb nichts anderes uebrig, als trotzdem zum Flughafen zu fahren und eben umzubuchen. Ich bin dann statt nach London nach Birmingham geflogen und von da mit dem Zug weiter nach Coventry. Mein Fahrrad habe ich schon am Flughafen in einer stillen Ecke zusammengebaut, und alles lief wunderbar. Im Nachhinein betrachtet war das sogar noch besser als der urspruengliche Plan, nach Heathrow zu fliegen und sich dort von den Uni-Organisatoren abholen zu lassen – so kann’s gehen.
In Coventry wurden alle neu angekommenen International Students von freundlichen Warwick-Studenten abgeholt und zur Uni gefahren, wo dann die sogenannte “Orientation Week” begann. Eine tolle Einrichtung fuer uns Neuankoemmlinge: Jeden Tag gab es Campus Tours, auf denen man mit den wichtigsten Einrichtungen auf dem Campus bekannt gemacht wurde, Informationsveranstaltungen, Essen und Unterkunft, Ausfluege in die Umgebung und natuerlich Parties, Parties, Parties. Zwar bin ich persoenlich das exakte Gegenteil eines Partyloewen, aber sogar mir hat die Atmosphaere dieser ersten Woche gefallen. Der zentrale Treffpunkt hier auf dem Campus ist die Students’ Union, ein genial entworfenens, verwinkeltes Gebaeude mit unzaehligen Kneipen, Cafes, Laeden, einem Second-Hand-Bookshop, mehreren offenen Aufenthaltsraeumen zum gemuetlichen Essen und Plaudern, Billardtischen und Tischkickern, Friseur, Post Office und den Filialen der drei grossen englischen Banken (nur bei einer sind Studentenkonten kostenlos – witzig zu sehen, wie dort die Warteschlange bald zwanzig Meter lang war, waehrend rechts und links ein paar vereinzelte Studenten ihr Glueck bei der Konkurrenz versuchten).
Mit Organisatorischem wie der Einrichtung eines Kontos, der Anmeldung beim GP (Hausarzt), Einschreibung, Gebuehren- und Mietzahlung, Wahl der Studienmodule (hab alle gekriegt, die ich machen wollte :-) ), allerlei Einfuehrungsveranstaltungen und dergleichen war die OW auch weitgehend ausgefuellt. Geholfen hat in dem ganzen Trubel, dass die Verwaltung der Uni wirklich bestens organisiert ist, fast alles reibungslos funktioniert hat und man ueberall freundlich empfangen wurde. Weitere Eindruecke von der Uni als solcher folgen spaeter.
Ein Letztes noch: Der kroenende Abschluss der Einfuehrungswoche, ein Ausflug nach Warwick, einem mittelalterlichen Staedtchen nicht weit von Coventry, inmitten einer malerischen Weidelandschaft gelegen, und die Besichtigung des Schlosses dort, mitsamt dramatischer Vorfuehrung altenglischer Langbogen, Armbrust und eines Trebuchets, der 20 kg- Steine ueber 200 m weit schleudert. Das Ganze bei selbst fuer deutsche Verhaeltnisse unverschaemt schoenem Oktoberwetter – wirklich nicht schlecht gelaufen soweit. Bis naechste Woche.

P.S.: Auf dem linken Foto oben seht Ihr 2 meiner sehr netten Mitstudenten, Jan aus Muenchen und Caroline aus Tuebingen, im Hintergrund das Warwick Castle.

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Hallo Natha! Hab mir grad mal deine ersten Erfahrungsberichte durchgelesen. Hört sich ja alles sehr interessant an. Wünsch dir auf jeden Fall viel Spass bei den Briten, lass dich nicht hauen (beim Fußball) und genieß das wilde Partyleben; zeig den Engländern mal, wie man richtig feiert ;-)
Gruß aus dem auch sonnigen Bonn, Florian

3:07 AM  

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